Heerbys Cooking

Wasser

Eine wichtige Rolle in, Haushalt spielt das Wasser. Obgleich kein eigentliches Nahrungsmittel, ist dasselbe für Menschen, Tiere und Pflanzen gleich unentbehrlich. Wir verwenden dasselbe zum Kochen der Speisen, als Getränke, zum Reinigen der Geschirre und Hausgeräte und zum Waschen. Die Hausfrau muss daher vor allem seine Beschaffenheit, Behandlung und Verwendung kennen. Man unterscheidet hartes und weiches Wasser. Hart nennt man dasselbe,‘ wenn es Kalk oder sonstige mineralische Bestandteile enthält. Kalkhaltiges Wasser ist seiner Kohlensäure wegen ein gutes, erfrischendes Trinkwasser. Zum Kochen und Waschen ist dasselbe nicht sehr geeignet. Verschiedene Nahrungsmittel, besonders Hülsenfrüchte, werden in hartem Wasser nicht leicht weich, weil der Kalk sich ans dieselben niederschlägt und dadurch das Weich werden verhindert.
Andere mineralische Bestandteile, welche das Wasser enthalten kann, sind: Schwefel, Stahl, Eisen, Glaubersalz n. a. Diese Wasser finden Verwendung zu Heilzwecken als Bad- und Trinkkuren. Mineralwasser mit grossen: natürlichem Kohlensäuregehalt sind erfrischende Tafelgetränke. Sie kommen unter dem Namen „Säuerlinge“ in den Handel. Die Eigenschaft des Wassers, fremde Stoffe leicht aufzulösen, muss uns vorsichtig beim Genüsse desselben machen, namentlich bei sehr grosser Hitze und beim Herrschen epidemischer Krankheiten, wie Typhus u. dgl.
Beim Kochen von hartem Wasser setzt sich der Kalk ans den Boden und an die Wände der Kochtöpfe und bildet mit der Zeit eine harte Kruste, den sogenannten Kesselstein. “ Weiches Wasser ist Regen-, Schnee- und Flusswasser. Die beiden ersten, weil sie ohne Beimischung aus der Luft auf die Erde hernieder kommen; Flusswasser, weil dasselbe in seinem Laufe den Kalk absetzt. Weiches Wasser ist das beste Koch- und Reinigungs Wasser. Man erkennt es daran, dass die Hülsenfrüchte schnell weich werden und die Seife beim Waschen stark schäumt. Beim Waschen mit hartem Wasser dagegen verbindet sich die Seife mit dem Kalke zu einem unlöslichen Gerinsel und geht somit für ihren Zweck, den Schmutz zu lösen, verloren. Man versucht deshalb das Wasser aus verschiedene Arten weich zu machen; durch Abkochen, Zusatz von etwas Borax oder Soda. Auch das überbrühen von Buchenholzasche, wo durch deren laugenhafte Bestandteile in das Wasser übergehen, macht dieses weich. Wir verwenden das Wasser kalt, warm und heiss. Mit kaltem Wasser werden die Nahrungsmittel gewaschen; getrocknete Nahrungsmittel darin eingeweicht, damit sie aufquellen. Da aber Wasser, wie oben gesagt, verschiedene Stoffe leicht löst, so muss das Waschen der Nahrungsmittel rasch geschehen und eingeweichte mit dem Einweichwasser ausgestellt werden, ausgenommen jene, welche laugenhafte Bestandteile enthalten, wie Bohnen und Linsen.
Warmes Wasser braucht man zum Nachfüllen eingekochter Speisen, zum Einweichen der Weissen, zum Waschen der Wollwäsche und zu verschiedenen Reinigungszwecken.
Heisses Wasser dient zum Kochen der Nahrungsmittel, zur Behandlung der Weissen Wäsche und zum Reinigen der Haus- und Küchengeräte. Das Wasser kocht bei 80 Grad R. oder 100 Grad C. Dabei verwandelt es sich in Dampf, 1 l Wasser gibt 1700 l Dampf. Diese Ausdehnung weist darauf hin, dass die Töpfe nie bis zum Rande gefüllt werden dürfen. Durch das Kochen und Verdampfen vermindert sich die Flüssigkeit mancher Speisen und mit dem Dampf entweichen wertvolle Nähr- und Geschmackstoffe, weshalb die Kochtöpfe meistens zugedeckt sein sollen. Offen bleiben dieselben nur, wenn die Flüssigkeit einkochen, oder der allzu strenge Geschmack gewisser Speisen gemildert werden soll. Hat das Wasser den Siedegrad erreicht, so ist eine stärkere Erhitzung unnötig; denn sie erfordert nur mehr Brennmaterial und vermehrt die DampfentwickIung. Bei 0 Grad gefriert das Wasser und wird zu Eis. Beim Gefrieren dehnt sich das Wasser ebenfalls aus, befindet es sich in Gefässen, so können diese auseinander gesprengt werden.
Eis findet im Haushalt vielfache Verwendung. Es dient zur Herstellung erfrischender Speisen, ferner im Sommer zum Kühlen und Frischerhalten mancher Nahrungsmittel und ist ein wichtiges Hilfsmittel in der Krankenpflege.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Translate »

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen